Dorweiler

Bis zu den gewaltigen Umwälzungen, die mit dem Einrücken der französischen Revolutionstruppen im Oktober 1794 eintraten, gehörte Dorweiler zum Amt Nörvenich im Herzogtum Jülich. Nach Auflösung dieser jahrhundertealten Verwaltungseinheit wurde das Dorf der französischen Mairie und späteren preußischen Bürgermeisterei Erp im Kanton beziehungsweise Kreis Lechenich zugeteilt. 1827 wurden die Kreise Lechenich und Rheinbach zum Kreis Euskirchen zusammengeschlossen, dessen kleinste Gemeinde Dorweiler war, unmittelbar an der Grenze zum Kreis Düren gelegen. Später kam Dorweiler, nach Auflösung der Bürgermeisterei Erp, zum Amt Lechenich. Am 1. Juli 1969 erfolgte eine kommunale Neugliederung, bei der Dorweiler mit 17 anderen Dörfern und Städten zur neuen Gemeinde Erftstadt zusammengeschlossen wurde.[1] Nach dem Köln-Gesetz vom 5. November 1974 gehört das Dorf seit dem 1. Januar 1975 zur Gemeinde Nörvenich im Kreis Düren.

Im März 1943 stieß ein Landwirt beim Ausheben einer Baugrube zur Anlegung eines Luftschutzbunkers in seinem Garten auf die Deckel zweier Steinsärge. Bald stellte es sich heraus, dass er auf zwei römische Sarkophage von beträchtlichem Ausmaß gestoßen war.

Die Fundstelle wurde am 23. März 1943 vom Amt für Bodendenkmalpflege beim Provinzialmuseum in Bonn aufgenommen.

In beiden Steinsärgen wurden noch Skelette vorgefunden. Ein Sarkophag war vor Grabräubern schon einmal gewaltsam geöffnet und beraubt worden. In dem anderen Sarg wurden noch wertvolle Grabbeigaben gefunden, die ins Museum nach Bonn gebracht wurden. Die schweren Särge (circa je 70 Zentner) wurden an Ort und Stelle wieder vergraben. Erst im Juni 2006 kamen sie bei erneuten Bauarbeiten wieder zum Vorschein und wurden auch ins Museum gebracht.