Gedenkfeier zum 70igsten Jahrestag des Kriegsendes

Gut besuchte Gedenkfeier in der Wissersheimer Kirche

Am Sonntag, den 22. März, hörten sich über 100 Interessierte den Vortrag zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges auf dem Boden der Gemeinde Nörvenich an. Die Erinnerungen an die Schrecken des Krieges für die jetzige und zukünftige Generationen zu bewahren, war Ziel des Heimat und Geschichtsvereins der Gemeinde Nörvenich.

Nach dem Vorsitzenden des Vereins, Herr Bergrath, fand Bürgermeister Jürgen Schüller mahnende Worte. Er betonte, es liegt auch in unserer Verantwortung, den Frieden zu wahren.

Franz-Josef Hellwig hat einen aufschlussreichen Vortrag zu den Geschehnissen verfasst. Als Hauptquelle diente das Buch von Herbert Pelzer “Nörvenich   fortyfife“. Anhand von Heimatliteratur, Zeitzeugenberichten sowie Bild-und Schriftdokumenten  wurden die Ereignisse insbesondere im Herbst 1944 und im Winter 1945 von Sibille Doeckel-Wenig und Franz-Josef Hellwig vorgetragen. Krieg und nationalsozialistische Schreckensherrschaft machten auch vor dem Amtsbezirk Nörvenich nicht halt. Heftig gekämpft wurde zuletzt um Wissersheim. Es galt, auf beiden Seiten viele tote und verwundete Soldaten, Zivilisten und Zwangsarbeiterinnen/Zwangsarbeiter zu beklagen. Sie kamen durch Bombenabwürfe der Alliierten und der deutschen Luftwaffe, Artilleriebeschuss, Tieffliegerangriffe sowie Terrorakte der Nazis und Minenunfälle ums Leben. Allein 271 Soldanten wurden im 2. Weltkrieg aus allen Ortschaften der jetzigen Gemeinde Nörvenich als gefallen und vermisst registriert. Hinzu kamen die im heimatlichen Umfeld getöteten Zivilisten, wozu auch viele Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter zählten. Groß war der Grad der durch die Kriegseinwirkungen angerichteten Schäden, wie zerstörte Häuser und Brücken. Als die Front  innerhalb von  sechs Tagen über den Amtsbezirk hinweg gerollt war, ging das Leben trotz Leid und Not weiter. Es begann der materielle, geistige und politische Neuaufbau.

Auf Plakatwänden waren Bilder aus der damaligen Zeit sowie einige Dokumente ausgestellt.

Lajos Tar hat die Veranstaltung mit dem Vortrag mehrerer Musikstücke abgerundet.

Am Kriegerdenkmal sprach Pfarrer Raphael Häckler ein Gebet für die Verstorbenen  aller Kriege. 

Fotos der Veranstaltung finden Sie in der Galerie.

Bericht: Sibille Doeckel-Wenig


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Veröffentlicht
12:50:04 28.03.2015
Stephan